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Mit beiden Lungen hecheln. Der saure Hauch des Lebens in mir.
Miriam Unterthiner

Geboren am: 02.05.1994 in Brixen (Südtirol)
2004 - 2013: Leistungssport Handball (zweimal Drittplatzierte bei der Italienmeisterschaft)
2013: Dritter Platz beim Südtiroler Redewettbewerb, Kategorie Spontanrede
2014 - 2018: Studium der Germanistik und der Philosophie in Innsbruck
2017: Gewinnerin der Bozner Autorentage, Kategorie Prosa Hochschule und Gleichaltrige

2017: Veröffentlichung eines Ausschnittes von Dir im komplex-Magazin
2017: Zusammenarbeit mit der Turmbundgesellschaft in Innsbruck
Februar – März 2018: sechswöchige Hospitanz im Landestheater Bozen (Südtirol), Abteilung Dramaturgie
April – Mai 2018: sechswöchige Hospitanz im Theater Konstanz, Abteilung Dramaturgie
Juni-Juli 2018: Teilnahme an dem Auswahlwochenende für den Lehrgang FORUM Textin Graz der uniT
Juli 2018: Teilnahme an der Summer School Südtirol zum Thema „Der neue Feminismus“
Seit Herbst 2018: Mitglieder der Wiener Gruppe der uniT


+ Proa de letura

Man kann das Tragische nicht nur er_tragen, sondern auch in_sich_tragen.

 

Das Mensch ohne Namen: Es tobt, das Menschenmeer.

Ihr wollt es nicht, das Menschenmeer.

Es überrollt, das Menschenmeer.

Ihr seht es, das Menschenmeer.

Es ist Gefahr, das Menschenmeer.

Ihr versteht es nicht, das Menschenmeer.

Es ist bald nicht mehr, das Menschenmeer.

 

 

Ihr benennt es um, das Menschenheer.

Es ist böse, das Menschenheer.

Ihr versteckt es, das Menschenheer.

Es droht zu platzen, das Menschenheer.

Ihr geht ihm nicht auf dem Grund, dem Menschenheer.

Es wird immer mehr, das Menschenheer.

Es sucht ein Ende, das Menschenheer.

Und ihr lässt es sinken, euer Menschenmehr.

 

 

││: europa.

Und du.

Du sinkst.

europa, du sinkst mit.:││

  

Und alles, alles wird eins.

 

 

Ausschnitt aus: Das Mensch ohne Namen

││: Ein Zerbrech-Stück │ Ein Zer-Sprechstück :││


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